Sonderaustellungen 2006
Ein glücklicher Zufall, eine engagierte Kunstpädagogin und
nahezu alle Mitarbeiter
des Lindenau-Museums und des Studios Bildende Kunst haben dazu
beigetragen,
dass seit 2004 im Lindenau-Museum viele bislang ungenutzte Ideen zum
Thema
Schule im Museum verwirklicht werden können.
In dieser Ausstellung stellen wir theoretische und praktische
Übungen in der
Betrachtung von Kunstwerken vor, die in enger Zusammenarbeitzwischen
dem
Lindenau-Museum und dem Christlichen Spalatin-Gymnasium
durchgeführt werden.
Jeweils ein Schulhalbjahr lang verlegen die Schülerder 6.
Klasse ihren Kunst-
unterricht in das Lindenau-Museum, studieren dessen Sammlungen und
üben
sich in verschiedenen künstlerischen Techniken.
"Der Jugend zur Belehrung, Dem Alter zur Erholung."
So warb bereits 1848 der Museumsgründer Bernhard von Lindenau
für seine
aufklärerischen Intentionen, den kostbaren Schatz des Museums
für die kulturelle
Bildung junger Menschen
einzusetzen.
25. Februar bis 21. Mai 2006
IM KABINETT:
Typografie: Walter Schiller, Altenburg. Buch
und Kunst



1985, anläßlich der vom Lindenau-Museum ausgerichteten
Ausstellung zum 65. Geburtstag des in Altenburg lebenden Typografen,
schrieb Lothar Lang: „ Walter Schillers Werk ... wird von der Freude am
Experiment geradezu geprägt. Der Buchgestalter beherrscht und
verwirklicht eine außerordentliche Fülle von typografischen
Ausdrucksmöglichkeiten. Er gestaltet Bücher nicht aus einem
unerschütterlichen ‚typografischen Bewußtsein‘, sondern
läßt sich vom jeweiligen Stoff inspirieren und findet so
immer wieder zu neuen gestalterischen Lösungen.“
Damals erschien auch ein Katalog mit einem von Eckhard Hollmann
erarbeiteten kommentierenden Werkverzeichnis der vielhundert
Bücher, Plakate, Poster, typographischen Blätter,
Kalenderblätter und Akzidenzen verschiedenster Art.
Die KABINETT-Ausstellung konzentriert sich auf Plakate, Poster sowie
von Künstlern illustrierte Bücher, einbezogen werden
Zeichnungen und Druckgraphiken, die im Kontext der Bücher
entstanden sind.
Im April soll das bis an die Gegenwart herangeführte
Werkverzeichnis vorliegen.
5. März bis 21. Mai 2006
Irgendwo
Fotografien von Michael Schmidt
4. Dezember 2005 bis 26. Februar 2006
Marwan
Khaddousch oder das unbekannte Frühwerk

Aquarelle und Zeichnungen 1962 - 1971
„Marwan ist als Fremder aus dem fernen Syrien mit dem Traum nach
Europa gereist, in Paris zum Maler zu werden ... 1957 kam er über
München in das noch immer kriegszerstörte Berlin. Und hier
hat er ... ‚sein künstlerisches Damaskus gefunden’ (Eberhard
Roters 1967). Marwan gehört seither bruchlos zur Berliner Szene.
Hier studierte er bei Hann Trier, hier hatte er auch seine ersten
Ausstellungen und fand relativ früh Beachtung durch die
Nationalgalerie, von hier ging seine Kunst weiter in die Welt.“
(Jörn Merkert).
In Kooperation mit der Berlinischen Galerie und dem Museum für
Kunst und Kulturgeschichte Lübeck stellt das Lindenau-Museum das
noch nie in diesem Umfang und in dieser Ausschließlichkeit
gezeigte frühe zeichnerische Werk Marwans vor. Zur Ausstellung
erscheint ein Katalog.