Sonderaustellungen 2006

8. Oktober 2006 bis 14. Januar 2007
Nike, Moses und die heilige Katharina
Das Spalatin-Gymnasium im Lindenau-Museum

Schülerarbeit nach einem italienischenTafelbildSchülerarbeit nach einer schwarzfigurig-attischen VaseVitrine mit schwarzfigurigen Gefäßen

Ein glücklicher Zufall, eine engagierte Kunstpädagogin und nahezu alle Mitarbeiter
des Lindenau-Museums und des Studios Bildende Kunst haben dazu beigetragen,
dass seit 2004 im Lindenau-Museum viele bislang ungenutzte Ideen zum Thema
Schule im Museum verwirklicht werden können.
In dieser Ausstellung stellen wir theoretische und praktische Übungen in der
Betrachtung von Kunstwerken vor, die in enger Zusammenarbeitzwischen dem
Lindenau-Museum und dem Christlichen Spalatin-Gymnasium durchgeführt werden.
Jeweils ein Schulhalbjahr lang verlegen die Schülerder 6. Klasse ihren Kunst-
unterricht in das Lindenau-Museum, studieren dessen Sammlungen und üben
sich in verschiedenen künstlerischen Techniken.
"Der Jugend zur Belehrung, Dem Alter zur Erholung."
So warb bereits 1848 der Museumsgründer Bernhard von Lindenau für seine
aufklärerischen Intentionen, den kostbaren Schatz des Museums für die kulturelle
Bildung junger Menschen einzusetzen.

25. Februar bis 21. Mai 2006
IM KABINETT:
Typografie: Walter Schiller, Altenburg. Buch und Kunst



1985, anläßlich der vom Lindenau-Museum ausgerichteten Ausstellung zum 65. Geburtstag des in Altenburg lebenden Typografen, schrieb Lothar Lang: „ Walter Schillers Werk ... wird von der Freude am Experiment geradezu geprägt. Der Buchgestalter beherrscht und verwirklicht eine außerordentliche Fülle von typografischen Ausdrucksmöglichkeiten. Er gestaltet Bücher nicht aus einem unerschütterlichen ‚typografischen Bewußtsein‘, sondern läßt sich vom jeweiligen Stoff inspirieren und findet so immer wieder zu neuen gestalterischen Lösungen.“
Damals erschien auch ein Katalog mit einem von Eckhard Hollmann erarbeiteten kommentierenden Werkverzeichnis der vielhundert Bücher, Plakate, Poster, typographischen Blätter, Kalenderblätter und Akzidenzen verschiedenster Art.
Die KABINETT-Ausstellung konzentriert sich auf Plakate, Poster sowie von Künstlern illustrierte Bücher, einbezogen werden Zeichnungen und Druckgraphiken, die im Kontext der Bücher entstanden sind.
Im April soll das bis an die Gegenwart herangeführte Werkverzeichnis vorliegen.


5. März bis 21. Mai 2006
Irgendwo
Fotografien von Michael Schmidt


Michael Schmidt war Polizist, bevor er sich im Alter von zwanzig Jahren der Fotografie zuwandte. Auf diesem Gebiet ist er Autodidakt. Er arbeitet bevorzugt in Serien und Buchprojekten und konsequent in Schwarzweiß.
Michael Schmidt gilt als einer der wichtigsten Repräsentanten der modernen sozialdokumentarischen Fotografie in Deutschland. Seine sachlich-nüchternen Darstellungen und seine eigenwillige Sichtweise zielen nicht nur auf Gegenstände im weiteren Sinn wie Häuser, Stadtensembles und Landschaften, sondern gleichermaßen auf die Menschen, die in seinen Bildern erscheinen.
Sein neuestes Projekt „Irgendwo“ zeigt deutlich die Motivkreise: Im Stil der Architekturfotografie werden „Nicht-Orte“ oder „Zwischenflächen“ minutiös in Schwarz-Weiß abgebildet, die überall in Deutschland oder anderswo fotografiert sein könnten, und auch den Porträts scheint jeder Bezug zu einem realen Ort zu fehlen.
Während sechzehn Reisen mit dem Wohnwagen ist dieses Projekt entstanden und wird in insgesamt fünf Ausstellungsorten Deutschlands präsentiert.
Das Gesamtprojekt IRGENDWO wird ermöglicht durch den Sparkassenkulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes.

4. Dezember 2005 bis 26. Februar 2006
Marwan
Khaddousch oder das unbekannte Frühwerk

Marwan "Khaddousch", 1966

Aquarelle und Zeichnungen 1962 - 1971
„Marwan ist als Fremder aus dem fernen Syrien mit dem Traum nach Europa gereist, in Paris zum Maler zu werden ... 1957 kam er über München in das noch immer kriegszerstörte Berlin. Und hier hat er ... ‚sein künstlerisches Damaskus gefunden’ (Eberhard Roters 1967). Marwan gehört seither bruchlos zur Berliner Szene. Hier studierte er bei Hann Trier, hier hatte er auch seine ersten Ausstellungen und fand relativ früh Beachtung durch die Nationalgalerie, von hier ging seine Kunst weiter in die Welt.“ (Jörn Merkert).
In Kooperation mit der Berlinischen Galerie und dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte Lübeck stellt das Lindenau-Museum das noch nie in diesem Umfang und in dieser Ausschließlichkeit gezeigte frühe zeichnerische Werk Marwans vor. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

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