Sonderaustellungen 2008
Im Kabinett:
6. Dezember bis 8. Februar 2009
Bernhard von Lindenau-Stipendium 2006
Aymeric Fouquez
Fotografie
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8. November bis 2. Februar 2009
Altenburger Bilder von Alfred Ahner, Heinrich Burkhardt,
Erich Dietz und Keramiken von Erhard Goschala


Für Alfred Ahner (1890–1973) blieb sein Geburtsort Wintersdorf,
ein Bergarbeiterdorf bei Altenburg, häufig besuchter Widerpart zu
Weimar, wo er seit 1922 lebte. Sein Werk steht zwischen
nachimpressionistischen Landschaften, expressiven Momentaufnahmen und
sich der Neuen Sachlichkeit annähernden sozialkritischen Szenen
und Porträts. Heinrich Burkhardt (1904–1983) lehrte seit 1951 in
Berlin. 1945 war er aus dem zerstörten Dresden zurück nach
Altenburg gekehrt und bemüht, die Lindenausche Kunstschule wieder
aufleben zu lassen. In diesen Jahren entstand ein reiches Werk: eine
Chronik der historischen Ereignisse, voller Teilnahme am Geschick der
Menschen und zugleich die Schönheiten der Region feiernd. Erich
Dietz (1903–1990), in Zipsendorf geboren, ging 1925 zum Studium nach
Weimar und sah dort noch die Relikte des gerade vertriebenen Bauhauses.
Er war ein Meister im Auffinden von landschaftlichen Enklaven im
Altenburger Braunkohlerevier. Im Werk dieses Malers, Graphikers und
Bildhauers begegnen sich ein expressiver, der Natur nachgehender
Realismus und abstraktes Formenspiel.
Der Keramiker Erhard Goschala (1928-2003) hatte bereits kurz nach
seiner Meisterprüfung 1952
eine eigene Werkstatt in Meuselwitz gegründet. Seine
Gefäße mit ihren außergewöhnlichen Glasuren
fanden schon vor Jahrzehnten Anerkennung im Kunsthandwerk und bestechen
noch heute durch ihre
Schlichtheit und Vielfalt.
7. September bis 2. November
Maix Mayer. Plateau
Film,
Fotografie, Architektur




Die Ausstellung "Plateau" zeigt neue Arbeiten des Leipziger
Medienkünstlers zu Architektur und Urbanität weltweit. Eine
zentrale Position bildet die Skulptur "cineplastique le.", die nach
einem zwanzig Leipziger Architekten vorgelegten Fragebogen zu
Architektur / Film / Kino entwickelt wurde. Sie nimmt spannungsvollen
Bezug auf die im gegenüberliegenden Saal präsentierte
Abguss-Sammlung des Museums und wird umgeben von Fotos aus Leipzig,
Halle-Neustadt und nach Bauwerken von Ulrich Müther.
Im zweiten Ausstellungsteil bildet ein Tableau aus über 100
kleinformatigen Fotos in der Anordnung einer rhizomatischen Grafik ein
narratives Gewebe: Erstmals werden Produktionsfotos von realisierten
und unrealisierten Filmen sowie Recherchematerial der letzten beiden
Jahre zusammengeführt, bilden typologische urbane Ordnungen und
vielfältige Erzählungsstränge und korrespondieren mit
der filmischen Mehrkanalarbeit "PEAK" über asiatische
Megastädte.
21. Juni bis 31. August
Aus den Sammlungen
Malerei, Graphik, Plastik des 20. Jahrhunderts
21. Juni bis 20. Juli
Im Kabinett:
Gretel Haas-Gerber. Südliches
Licht.
Zeichnungen und Aquarelle. In Kooperation mit der Städtischen
Galerie der Partnerstadt Offenburg

3. März bis 6. Juli
In der Galerie frühitalienischer
Meister
Restaurierte Werke:
Giovanni Santi "Maria mit dem Kind, der hl. Sebastian und eine
betende
Hirtin".
Präsentation des mit Unterstützung des Förderkreises der
Kulturstiftung der Länder restaurierten Gemäldes und
Dokumentation der Restaurierung
6. April bis 8. Juni
Heinrich Zille. Kinder der
Straße.
Zeichnung, Grafik, Fotografie
Eine
Ausstellung zum 150. Geburtstag des Künstlers in Zusammenarbeit
mit der Akademie der Künste und der
Stiftung Stadtmuseum Berlin.
Heinrich
Zilles Werk zählt zu den bekanntesten Unbekannten der Berliner
Kunst. Zwar ist es in zahllosen Bildbänden präsent, aber
nur selten war es in Ausstellungen zu sehen. Zille ist im Bewusstsein
vieler Menschen als abgestandene Berlin-Folklore vom „Vater Zille“
präsent. Doch er hat nichts weniger verdient als das.
Diese
Ausstellung wirft vor dem Hintergrund der sozialen Fragen der
postindustriellen Gesellschaft und ihrer aktuellen Diskurse über
die wachsende Armut
und den gefährdeten Zusammenhalt der Gemeinschaft einen neuen
Blick auf sein Werk. Sie zeigt erstmals Fotografien, Zeichnungen und
Druckgrafiken im Zusammenhang.
1907
musste Zille den Schritt in eine freie Künstlerexistenz wagen.
Im Jahr darauf veröffentlichte er sein Buch „Kinder der
Straße“, das dieser Ausstellung den Titel gibt. Er ist nicht
motivisch, sondern als Metapher zu verstehen für die Heimatlosen
und Ausgegrenzten im Berlin um 1900, einer rasant wachsenden Stadt
mit enormen sozialen
Verwerfungen.
In
der Zeit der Weimarer Republik wurde Zille zu einer
unumstößlichen
Instanz, man machte
ihn aber auch zu einem Markenzeichen für das sogenannte
„Milljöh“.
Zille
engagierte sich, wo er konnte, in sozialen Fragen, er unterstützte
soziale und politische Initiativen, ohne sich jedoch einer Partei
anzuschließen. 1924 wurde er auf Betreiben Max Liebermanns zum
Mitglied der Preußischen Akademie der Künste berufen.
Zu
den Sammlungsschwerpunkten des Lindenau-Museums gehört die Kunst
der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts. Das Museum empfängt
die von der Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit der
Stiftung Stadtmuseum ausgerichtete Ausstellung mit einer
Präsentation
des eigenen Bestands an Gemälden, Plastiken, Grafiken, die in
Beziehung tritt zu Zilles Werk und vor der seine Eigenart sich
deutlich abzeichnet.
28. Februar bis 20. April
PRO LINDENAU
Rückblick und Ausblick
19. April
PRO LINDENAU
Eine mäzenatische Aktion des
Förderkreises "Freunde
des Lindenau-Museums"
Näheres zur Veranstaltung und den Kunstwerken unter "Aktuelles"
und "Förderkreis".
Ausstellungen
an anderen Orten
15. März bis 30. Juni
Santa Maria della Scala in
Siena/Italien
Präsentation von 32 italienischen Tafeln des 13. bis 16.
Jahrhunderts aus dem Lindenau-Museum
23. Februar bis 20. April
Kunstmuseum Olten
Altenburg, Teil I
Graphik des 20. Jahrhunderts aus den Sammlungen des Lindenau-Museums

Im Kunstmuseum Olten, der Partnerstadt
Altenburgs in der Schweiz, ist derzeit eine Ausstellung mit dem
Titel „Altenburg, Teil I“ zu sehen. Eröffnet worden ist sie Ende
Februar von den beiden Museumsdirektorinnen Patricia Nussbaum
(Kunstmuseum Olten) und Jutta Penndorf (Lindenau-Museum Altenburg).
Ganz schweizerisch war in der Einladung der folgende kleine Text zu
lesen: „Das Lindenau-Museum in Oltens Partnerstadt Altenburg hat neben
anderen Schwerpunkten eine hervorragende Sammlung von figurativer und
sozial engagierter Graphik und Malerei vom Expressionismus über
die DDR-Zeit bis heute. Aus diesem Fundus zeigen wir einige happige
Müsterchen.“
Präsentiert wird in Olten vor allem deutsche Graphik der zwanziger
Jahre des letzten Jahrhunderts, so eine gewichtige Auswahl von
Blättern Conrad Felixmüllers. Das Lindenau-Museum Altenburg
besitzt nach Berlin und Düsseldorf die größte
Kollektion von druckgraphischen Blättern Conrad Felixmüllers.
Um dessen Arbeiten gruppieren sich Druckgraphiken insbesondere von
Dresdner Künstlern der zwanziger Jahre, so von Otto Dix, dem in
Altenburg geborenen Walter Jacob, Peter August Böckstiegel oder
Bernhard Kretzschmar und Otto Lange.
Großformatige farbige Arbeiten auf Papier von Wolfgang Mattheuer
stellen sammlungsgeschichtlich die Verbindung zu einer Auswahl an
Arbeiten von Gerhard Altenbourg, Carlfriedrich Claus und Wilhelm
Müller her.
Eine wunderbare partnerschaftliche Geste war der spontane Entschluss
eines Olteners, die Ausstellung durch Arbeiten Gerhard Altenbourgs aus
der eigenen Sammlung zu bereichern. Peter André Bloch, Professor
für Philosophie an der Universität Mulhouse und Mitglied des
Stiftungsrates des Nietzsche Hauses in Sils-Maria, kannte den
Künstler seit den sechziger Jahren und trug Arbeiten Altenbourgs
insbesondere zu literarischen Themen zusammen.
Der Ausstellungstitel „Altenburg, Teil I“ kündigt den geplanten
zweiten Teil bereits an. Dieser wird Anfang des Jahres 2009 realisiert
mit einer signifikanten Auswahl der in Altenburg kürzlich
gezeigten Fotografien, Gemälden und Installationen aus der
Sonderausstellung „Altenburg: Provinz in Europa“.
Weitere Kunstereignisse
13. März bis 16. März
Das Lindenau-Museum präsentiert
sich auf der Leipziger Buchmesse