Lindenau-Museum schließt ab 2. Januar 2020 wegen Sanierung

01. Januar 2019 – 02. Januar 2020

Lindenau-Museum Altenburg, Foto: Jürgen Pietsch

Dank großzügiger Förderung der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Thüringen kann das Lindenau-Museum in den kommenden Jahren vollständig saniert und deutlich erweitert werden. Zu diesem Zweck wird das Haus an der Gabelentzstraße ab 2. Januar 2020 geschlossen. Am 13. Juni eröffnet das Museum in der „Kunstgasse 1“ in Altenburg sein Interimsquartier in der Nähe des Marktplatzes.

Vom April 2020 an wird das Lindenau-Museum, das dank seiner einzigartigen Sammlungen zu den national bedeutenden Kultureinrichtungen in den neuen Ländern gehört, grundlegend saniert. Ziel der Maßnahme ist die Herstellung der Barrierefreiheit, aber auch die Einrichtung zeitgemäßer sanitärer Anlagen, eines großzügigen Kassen- und Shopbereichs und die Erweiterung der Ausstellungsflächen. Außerdem soll die Kunstschule des Museums mehr Platz erhalten

Um die dafür notwendigen Flächen zu erhalten, werden wesentliche Funktionsbereiche des Museums, die bisher alle unter einem Dach untergebracht waren, ausgelagert. Depots, Werkstätten, Büros und die Grafische Sammlung werden im nahe gelegenen Herzoglichen Marstall untergebracht, der dafür ebenfalls saniert werden wird.

Nach der Neueröffnung des Lindenau-Museums an der Gabelentzstraße bleiben Depots, Werkstätten und Büros bis zur Fertigstellung des Marstalls im Interim „Kunstgasse 1“.

Grundsätzlich sind diese Pläne bereits in der Neukonzeption des „Lindenau-Museums“ mit dem Titel „Der Leuchtturm an der Blauen Flut – Das neue Lindenau-Museum und die Altenburger Trümpfe“, die auch die Grundlage für die Förderung von Bund und Land war, skizziert worden.

Das neue Lindenau-Museum, das nach aktuellen Plänen 2023 wiedereröffnet werden soll, wird nach den Vorstellungen der Museumsmacher trotz neuester Technik und der Herstellung der Barrierefreiheit seinen alten Charme behalten. Besondere Ausstellungsbereiche, für die das Museum weithin bekannt ist, wie die Abguss-Sammlung mit ihrem Café wird es auch in Zukunft geben. Neu wird ein Ausstellungsbereich sein, der über den Museumsgründer Bernhard August von Lindenau (1776-1854) informiert. Es wird außerdem noch mehr Wert als bisher auf Vermittlung gelegt werden, um den Museumsbesuch auch für Familien und junge Menschen attraktiv zu machen.

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