PRO LINDENAU. Museumsfreunde wurden zu Mäzenen.

Seit 1994 existiert am Lindenau-Museum Altenburg ein Förderkreis, dessen Aktivitäten weit über das gewöhnliche Maß hinaus auf die Unterstützung dieses renommierten Kunstmuseums zielen. Die fast 300 Mitglieder haben sich in zahlreichen Aktionen für das Museum stark gemacht, haben mitgeholfen, Ankäufe, Ausstellungen und Publikationen zu realisieren, haben unzählige Kunstgespräche, Konzerte, Kunstreisen und Lesungen initiiert. Eine der herausragenden Aktivitäten ist dabei die mäzenatische Aktion PRO LINDENAU, bei der Museumsfreunde im Rahmen eines festlichen Abends Zeichnungen, Druckgrafiken und Bücher für das Lindenau-Museum erwerben, aber mit ihren Zuwendungen auch aufwendige Restaurierungen kostbarer Werke ermöglichen.

Diese mäzenatische Aktion fand am Samstag, dem 21. Oktober 2017 zum sechsten Mal statt. Mehr als 100 Freunde des Lindenau-Museums fanden an diesem Abend den Weg ins Museum, unter ihnen auch Thüringens Finanzministerin Heike Taubert.

Die Teilnehmer der mäzenatischen Aktion spendeten beinahe 26.000 € für ihr Museum und es war ein beglückendes Gefühl zu beobachten, wie jeder einzelne Mäzen sich mit großer Intensität und mindestens ebenso viel Freude sein bevorzugtes Kunstobjekt auswählte. Dabei war der Rahmen weit gesteckt. Die Beschenkten – das Lindenau-Museum und seine Mitarbeiter – freuten sich über den Ankauf von kleineren Grafiken ab 60 € genauso wie über die großzügige Finanzierung eines Gemäldes für mehrere tausend Euro.

Viele der Gäste wissen um die Notwendigkeit der Restaurierung zahlreicher Gemälde und haben deshalb einen finanziellen Beitrag dafür geleistet. Insgesamt 3400 € wurden für Restaurierungen gespendet.

Eingebunden ist dieses Mäzenatentum in eine außergewöhnliche Verbindung von Kunstgenuss und Kulinarik. Die herausragende Mezzosopranistin Christel Loetzsch eröffnete den Abend mit Liedern von Richard Strauss und Franz Liszt, die Damen und Herren Kranzler beendeten ihn mit ihrem großartigen musikalischen Streifzug durch das Berlin der 1920er Jahre.

Der Korkbildhauer Dieter Cöllen begeisterte mit seinen Ausführungen über das restaurierte Korkmodell des Kolosseums und die Grafikerin und Illustratorin Julia Penndorf demonstrierte die fotografische Technik der Cyanotypie. Angenehme Gespräche bei gutem Wein und gutem Essen und eine ungewöhnliche Präsentation einer Whisky-Edition rundeten den Abend ab.

Apropos Whisky: der unabhängige Abfüller Jack Wiebers hatte zugunsten des Lindenau-Museums als Besonderheit einen GLENTAUCHERS abgefüllt, in Flaschen die mit einem ganz besonders schönen Motiv aus der Sammlung „Frühe italienische Malerei“ versehen wurden. Diese etwas ungewöhnliche Werbung für das Lindenau-Museum erreicht nun Interessenten in der ganzen Welt und brachte zusätzliche 1000 € für die Restaurierung eines Kunstwerkes ein.

Die Ausstellung „Von Altenbourg bis Zimmermann“, die vom 19. Oktober 2017 bis 29. Oktober 2017 im Lindenau-Museum gezeigt wurde, präsentierte eine Vielzahl der Werke, die für das Lindenau-Museum erworben werden konnten bzw. nun schon erworben wurden.

All jene, die jetzt noch mäzenatisch aktiv werden wollen, können sich sehr gern an den Vorstandsvorsitzenden des Förderkreises Lutz Woitke wenden.

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