Gerhard Altenbourg

Gerhard Altenbourg, Tiefsee-Jahrmarkt, 1948 (Detail)

Gerhard Altenbourg, Tiefsee-Jahrmarkt, 1948 (Detail)

Gerhard Altenbourg, Janus und die Kinder der Zeit, 1955 (Detail)

Gerhard Altenbourg, Janus und die Kinder der Zeit, 1955 (Detail)

Gerhard Altenbourg, Hellwiese, 1965 (Detail)

Gerhard Altenbourg, Hellwiese, 1965 (Detail)

Gerhard Altenbourg, Hügelauf und – ab, 1966

Gerhard Altenbourg, Hügelauf und – ab, 1966

Gerhard Altenbourg, In der Endor-Nacht [...], 1979 (Detail)

Gerhard Altenbourg, In der Endor-Nacht [...], 1979 (Detail)

Das Lindenau-Museum beherbergt den weltweit größten Werkbestand von Gerhard Altenbourg (1926-1989). Sein Werk in immer neuen Konstellationen in Sonderausstellungen erlebbar zu machen, ist ein großes Anliegen des Museums.
Dennoch ist es nicht möglich, permanent Werke von Gerhard Altenbourg zu zeigen: Einerseits sind die Räumlichkeiten des Museums begrenzt, andererseits können die Arbeiten des Künstlers aus konservatorischen Gründen nicht länger als jeweils drei Monate ausgestellt werden, da Werke auf Papier besonders lichtempfindlich sind.

Altenbourgs Werk umfasst mehr als 3000 Zeichnungen sowie etwa 1000 Gedichte, Texte und Notizzettel. Das Werkverzeichnis, welches von Anngret Janda und Grudun Schmidt bearbeitet und in den Jahren 2004, 2007 und 2010 vom Lindenau-Museum herausgegeben wurde, zählt außerdem 200 Lithografien, 218 Radierungen und 269 Holzschnitte. Hierbei ist zu bedenken, dass es bei den Druckgrafiken meist mehrere Varianten und Probedrucke gibt, die eigentlich als Einzeldrucke zu zählen wären, die Gesamtzahl also weit höher ist. Hinzu kommen Schmuckstücke, Plastiken, Reliefs und Gitter am Haus.
Altenbourgs Haus ist ein Gesamtkunstwerk, in dem Wände, Türen, Fensterlaibungen etc. bemalt und mit Messingapplikationen gestaltet sind. Auch Lichtschalter, Schrankschlüssel und Ähnliches wurden nach Entwürfen von Altenbourg gestaltet. Der von ihm sehr bewusst angelegte und bepflanzte Garten ist inzwischen verändert.

1956 kaufte das Lindenau-Museum als erstes Museum zwei Arbeiten des jungen Künstlers - mit bürgerlichem Namen Gerhard Ströch - an. Zu DDR-Zeiten konnte der Bestand nur punktuell erweitert werden. 1996/1997 und 2010 gelang mit den Erwerbungen der Sammlungen von Gisela und Hans-Peter Schulz, Leipzig, und Wilfried und Astrid Rugo, Düsseldorf, eine fundamentale Erweiterung des Altenbourg-Bestandes. 2015 erhielt das Museum vom Sammlerehepaar Dr. Suse und Dr. Werner Pfäffle eine Schenkung von 25 herausragenden Arbeiten des Künstlers, die alle Schaffensphasen umfasst.

2013 wurde eine neue Ausstellungs- und Publikationsreihe ins Leben gerufen: Altenbourg im Dialog. Mit ihr werden Werke Altenbourgs in Beziehung gesetzt zu denjenigen von Zeitgenossen, Weggefährten, aber auch Wahlverwandten.

Nach rechtzeitiger Voranmeldung ist es möglich, Werke Gerhard Altenbourgs im Depot der Grafischen Sammlung anzusehen. Wir bitten um Verständnis und stehen für Rückfragen zur Verfügung unter: +49 (0)3447 / 89 55 55.