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Mitglied der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK), einem Verband der national bedeutsamen Kultureinrichtungen im Osten Deutschlands

Der Museumsgründer Bernhard August von Lindenau

tl_files/Aktuelles/2016/Luise Seidler_Bernhard von Lindenau_1811_LMA_Foto PUNCTUM_Kober_klein.jpgDer sächsisch-thüringische Staatsmann, Gelehrte und Kunstsammler Bernhard August von Lindenau gehört zu den herausragenden deutschen Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Er war, ganz in Übereinstimmung mit seinen Zeitgenossen Wilhelm und Alexander von Humboldt, ein Universalist, Kosmopolit und Philanthrop, der sich von der Verantwortung gegenüber seiner Generation leiten ließ. Seine Neigung zu den Naturwissenschaften führte ihn während seiner Zeit im Staatsdienst des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg in die Sternwarte auf dem Seeberg bei Gotha, die Anfang des 19. Jahrhunderts unter Franz Xaver von Zach ein europäisches Zentrum der Astronomie war. Lindenau war Zachs engster Mitarbeiter, später dessen Nachfolger und bester Freund. Auf dem Höhepunkt seiner politischen Laufbahn leitete er in Dresden als Vorsitzender des sächsischen Gesamtministeriums, im Rang eines heutigen Ministerpräsidenten, umfassende Staatsreformen ein. Darüber hinaus hatte er in Dresden die Oberaufsicht über die königlichen Kunst- und Wissenschaftssammlungen. Als privater Kunstsammler hatte Lindenau die großen Museumsgründungen seiner Zeit vor Augen, vor allem die des Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt und des Neuen Museums in Berlin. Wie sie sollte auch das Kunstmuseum in Altenburg ein öffentlicher Ort der Wissenschaft und Bildung auf europäischem Niveau sein, der den neuen, industriegesellschaftlichen Entwicklungen gegenüber aufgeschlossen war. So entstanden auf der Schwelle zwischen Klassizismus und Moderne ein Museum und eine ihm angeschlossene Kunstschule für Handwerker, Techniker und Architekten, die die Nutzanwendung von Kunst zum Ziel hatten – noch im klassizistisch-aufklärerischen Sinne ästhetischer Erziehung des Menschengeschlechts und schon im Sinne industriegesellschaftlicher Pragmatik.