Altenburg: Provinz in Europa – Die Ausstellung
Eine künstlerische und kulturtopographische Anthologie
Für die Ausstellung „Altenburg – Provinz in Europa“ sind internationale Künstlerinnen und Künstler eingeladen worden. Darunter sind solche, die durch ihre Herkunft oder durch eigene Erfahrungen mit der Stadt und der Region verbunden sind. Aber es beteiligen sich auch Künstler, die zuvor den Namen der Stadt Altenburg noch kaum oder nie gehört hatten oder nur ganz unscharfe Vorstellungen mit ihm verbanden.
In Arbeitsaufenthalten und zwei vorbereitenden Kolloquien haben sie ihre Projekte entwickelt und aufeinander abgestimmt. Alle künstlerischen Ausdrucksformen sind vertreten: Malerei und Grafik, Installation, Film, Fotografie und konzeptuelle Arbeiten.
Eine Reihe von Künstlern haben aufwendige Recherchen zu Geschichte und Gegenwart unternommen, die in Form von Installationen, Filmen, Dokumentsammlungen oder Fotografien präsentiert werden. So haben sich Laura Horelli, Marius Babias und Studenten der Universität der Künste mit dem Flugplatz Altenburg-Nobitz und seiner Bedeutung für die europäische Verkehrsanbindung befasst. Wiebke Loeper hat die Besitzverhältnisse lange dem Verfall ausgesetzter Häuser und Beispiele ihrer Wiederbelebung untersucht. Annett Gröschner und Arwed Messmer haben die Dimensionen verlorener Verkehrswege infolge der Deindustrialisierung in Text und Bild beschrieben, Martha Doehler und Iris Reuter (Büro für urbane Projekte) verfolgten demographische Entwicklungen und Olaf Wegewitz war auf den Spuren des Gelehrten Hans Conon von der Gabelentz unterwegs.
Peter Schnürpel, Walter Libuda (über die Norbert Wartig einen Interview-Film produzierte), Osmar Osten, Strawalde und Wolfram A. Scheffler zeigen Malerei und Zeichnungen, die sich auf subtile, teils auch hintergründige Weise mit kulturellen Phänomenen der Stadt und ihrer Erscheinung beschäftigen. Maix Mayer dreht einen Kurzfilm mit verwandtem Gegenstand. >>>
