Neue Präsentation an der KUNSTWAND: Kunst von Kühl – Erwerbungen aus einer Dresdner Galerie

Rüdiger Berlit, Landschaft, um 1920, Lindenau-Museum Altenburg, Foto: punctum/Bertram Kober

Unter dem Titel „Kunst von Kühl. Erwerbungen aus einer Dresdner Galerie“ eröffnet das Lindenau-Museum Altenburg am Donnerstag, dem 19. Oktober 2023, 18 Uhr, die vierte KUNSTWAND-Präsentation des Jahres. Zur Eröffnung geben die Provenienzforscherinnen Sarah Kinzel und Marianne Lose eine Einführung in die von ihnen kuratierte Schau.  

Fast vier Jahrzehnte lang, von 1953 bis 1991, war die Kunstausstellung Kühl in Dresden für das Lindenau-Museum einer der wichtigsten Partner beim Aufbau der Sammlungen. Erworben wurden in erster Linie Kunstwerke des 19. und 20. Jahrhunderts. Heinrich Kühl und später sein Sohn Johannes vermittelten dem Lindenau-Museum unter anderem Werke von Robert Sterl, Ludwig von Hofmann, Rüdiger Berlit, Carl Lohse und Edith Jasmand-Großmann.

Die Werke dieser Künstlerinnen und Künstler sowie deren Herkunftsgeschichten stehen im Blickpunkt der KUNSTWAND-Präsentation „Kunst von Kühl. Erwerbungen aus einer Dresdner Galerie“, die zugleich auch einen Einblick in die Geschichte der Kunstausstellung Kühl gibt. Dabei wird beleuchtet, wie sich die Zusammenarbeit mit der Kunsthandlung ganz praktisch gestaltete. Unter den ausgestellten Exponaten sind so auch selten gezeigte Werke wie Jasmand-Großmanns „Mädchenbildnis mit Taube“ (1941), Berlits „Landschaft“ (1920) oder Bernhard Kretzschmars „Hans und Martha“ (1926).

Zur Eröffnung der Präsentation geben Sarah Kinzel und Marianne Lose, Provenienzforscherinnen am Lindenau-Museum, nach einem Grußwort von Museumsdirektor Dr. Roland Krischke eine Einführung in die von ihnen kuratierte Werkauswahl.

„Kunst von Kühl“ ist die vierte KUNSTWAND-Präsentation des Jahres 2023 im Interim des Lindenau-Museums in der Kunstgasse 1 und steht im Zeichen der Herkunftsforschung. In den regelmäßig wechselnden Präsentationen werden verschiedene Arbeits- bzw. Sammlungsbereiche des Kunstmuseums vorgestellt, die häufig im Hintergrund agieren. Die Herkunfts- bzw. Provenienzforschung am Lindenau-Museum untersucht die Geschichte von Kunstwerken vor allem im Hinblick auf mögliche Unrechtskontexte aus der Zeit des Nationalsozialismus sowie der SBZ und DDR. Im Zuge des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten Projektes Lindenau21PLUS konnte dieser Arbeitsbereich zuletzt gestärkt werden.

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