2021

25. Juli bis 24. Oktober 2021: Ruth Wolf-Rehfeldt

Der Spätsommer und Herbst diesen Jahres steht ganz im Lindenau-Museum ganz im Zeichen der Altenbourg Preisträgerin Ruth Wolf-Rehfeldt. In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigte sie sich mit Malereien, Pastellbildern und Zeichnungen. Bekannt geworden ist sie jedoch durch ihre sogenannten „Typewritings“. Die „Schreibmaschinenkunst“ Wolf-Rehfeldts umfasst beispielsweise konkrete Poesie, Grafikdesign und Konzeptkunst. Bei den Werken handelt es sich um Hybride aus Sprache, Symbolen und visueller Form.

Als Preisträgerin des bedeutendsten Thüringer Kunstpreises reiht sie sich in eine Liste von Künstlern wie Roman Opalka, Cy Twombly, Michael Morgner oder zuletzt herman de vries ein. Der Preis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert, davon gehen 10.000 Euro als Preisgeld an die Künstlerin.

Ausstellungsort: Prinzenpalais des Residenzschlosses Altenburg

21. Mai bis 3. Oktober 2021: Gärten vor der Linse - Die Gartenstadt Altenburg

Im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes „Grünes im Quadrat“, zusammen mit dem Residenzschloss Altenburg, dem Naturkundemuseum Mauritianum und dem Museum Burg Posterstein, stellt das Lindenau-Museum von Mai bis Oktober mit „Gärten vor der Linse – Die Gartenstadt Altenburg“ Gärten des Adels und des Bürgertums vor. Dafür lädt das Lindenau-Museum Fotografen ein, ihre heutige Sicht auf die Altenburger Gärten festzuhalten. Die Arbeiten von Claus Bach, Margret Hoppe, Bertram Kober, Jörg Neumerkel, Karsten Schenker und Jens Paul Taubert werden historischen Ansichten gegenübergestellt.

#GartenEinsichten

Ausstellungsort: Residenzschloss Altenburg

Laufzeit der Ausstellung: 21. Mai bis 3. Oktober 2021

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Das Ausstellungsprojekt "Grünes im Quadrat" steht unter der Schirmherrschaft von Minister Professor Dr. Benjamin-Immanuel Hoff.

29. April bis 13. Juni 2021: Gruppenausstellung anlässlich der Verleihung des Bernhard-August-von-Lindenau-Förderpreises 2020

Im Rahmen des Bernhard-August-von-Lindenau-Förderpreises stellen Absolventinnen und Absolventen der Kunsthochschulen aus der Metropolregion Mitteldeutschland ihre Werke im Prinzenpalais des Altenburger Schlosses aus.

Laufzeit der Ausstellung: 29. April 2021 bis 13. Juni 2021

Aus den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern wird der Preisträger des Förderpreises gewählt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Förderer des Preises sind:

-          Sparkasse Altenburger Land

-          EWA. Energie- und Wasserversorgung Altenburg

-          Wirtschaftsvereinigung Altenburger Land – Metropolregion Mitteldeutschland
           WAMM e. V.

-          Anita und Günter Lichtenstein Stiftung

-          Günter Lichtenstein

-          Förderkreis „Freunde des Lindenau-Museums e. V.“

 

Lindenau-Museum bis einschließlich 8. März 2021 geschlossen, Veranstaltungen des Studios Bildende Kunst entfallen

Das Lindenau-Museum Altenburg stellt seinen Ausstellungsbetrieb in der Kunstgasse bis einschließlich 8. März 2021 ein. Damit entfallen alle in diesem Zeitraum geplanten Veranstaltungen.

Von der Schließung des Kunstmuseums ist auch die Kunstschule des Lindenau-Museums, das Studio Bildende Kunst, betroffen. Sämtliche für den November geplanten Kurse, Workshops und Offene Werkstätten fallen aus.

Hier geht es zu den digitalen Angeboten des Studios.

 

Ort: Lindenau-Museum Altenburg, Kunstgasse 1

Ruth Wolf-Rehfeldt erhält den Gerhard-Altenbourg-Preis des Lindenau-Museums 2021

Ruth Wolf-Rehfeldt, Ohne Titel, frühe 1970er Jahre, ©Ruth Wolf-Rehfeldt/ChertLüdde, Berlin

Das Kuratorium des Gerhard-Altenbourg-Preises, des wichtigsten Thüringer Kunstpreises, hat in einer virtuellen Zusammenkunft am Samstag, dem 21. November 2020, nach einer mehrstündigen Beratung die Entscheidung über die Preisträgerin des Jahres 2021 getroffen. Die Wahl fiel auf die 1932 in Wurzen geborene und mittlerweile in Berlin lebende Ruth Wolf-Rehfeldt. Die Künstlerin zeigte sich von der Nachricht hocherfreut. Die Ausstellung im kommenden Jahr steht unter besonderen Vorzeichen, da das Lindenau-Museum zurzeit umfassend saniert und erweitert wird und die gewohnten Räumlichkeiten im Gebäude an der Gabelentzstraße nicht zur Verfügung stehen.

Ruth Wolf-Rehfeldt ist durch Schreibmaschinengrafiken („Typewritings“) bekannt geworden, die seit Anfang der 1970er-Jahre entstanden. Auf ihrer Erika-Schreibmaschine schuf sie mithilfe der Buchstaben, Zahlen und Zeichen abstrakte Kompositionen, aber auch konkrete Formen wie beispielsweise Schmetterlinge, Schuhe oder Wellen. Ihre Kunst war eine ironische Auseinandersetzung mit ihrem Brotberuf als Büroleiterin und „Schreibkraft“. Als autodidaktische Künstlerin im Überwachungsstaat wählte sie ein scheinbar unverfängliches Medium für ihre kritische Kunst, die zugleich zu einem Dialog mit internationalen Kunstströmungen wurde. Ihr Atelier in der Mendelstraße im Bezirk Pankow in Ost-Berlin entwickelte sich zu einem Treffpunkt der Kunstszene. Die originalen Werke bewahrte sie in ihrem Archiv, während Kopien der Werke als „Mail Art“ in der ganzen Welt kursierten.

Ruth Wolf-Rehfeldt hat ihre künstlerische Arbeit mit der Wende beendet. Mit dem Untergang der DDR sah sie auch für ihre Kunst keinen Bedarf mehr. Damit ergibt sich eine Analogie zum Schaffen von Gerhard Altenbourg, dessen Werk allerdings durch seinen Tod in einem tragischen Autounfall Ende des Jahres 1989 ein Ende gesetzt wurde.

Der Arbeit von Ruth Wolf-Rehfeldt wurde in den letzten Jahren eine vermehrte Aufmerksamkeit zuteil. Das Weserburg Museum für moderne Kunst stellte anlässlich ihres 80. Geburtstages 2012 ihr Gesamtwerk aus, 2017 wurde sie auf der documenta 14 in Kassel gewürdigt. Mit dem Gerhard Altenbourg Preis des Lindenau-Museums erhält sie erstmals einen bedeutenden Kunstpreis.

Der Gerhard-Altenbourg-Preis ist mit insgesamt 50.000 € dotiert. Davon erhält die Künstlerin als Preisgeld 10.000 €. Das übrige Geld wird für Ausstellung und Katalog verwendet. Die Summe wird von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, der Sparkasse Altenburger Land, dem Freistaat Thüringen und dem Förderkreises „Freunde des Lindenau-Museums“ e. V. aufgebracht.

Das vom Direktor des Lindenau-Museums geleitete Kuratorium des Gerhard-Altenbourg-Preises besteht aus vorschlagberechtigten Fachberaterinnen und Fachberatern sowie Vertretern der Förderer und der Politik. Im Einzelnen gehören dem Kuratorium an:

Dr. Björn Egging, Konservator des Kupferstich-Kabinetts der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden I Dr. Anke Hervol, Sekretär der Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste Berlin I Prof. Dr. Wolfgang Holler, Generaldirektor der Museen der Klassik Stiftung Weimar I Dr. Roland Krischke, Direktor des Lindenau-Museums Altenburg (Vorsitzender) I Prof. Mark Lammert, Künstler, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Kunst, Universität der Künste, Berlin I Wilfried Rugo, Sammler aus Düsseldorf I Prof. Dr. Kai Uwe Schierz, Direktor der Kunstmuseen der Stadt Erfurt I Prof. Dr. Julia Voss, Kunsthistorikerin und Journalistin I Lutz Woitke, Vorsitzender des Förderkreises „Freunde des Lindenau-Museums“ e. V. (Fachberater) sowie Matthias Haupt, Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen Frankfurt am Main I Uwe Melzer, Landrat des Landkreises Altenburger Land I Dr. Annika Michalski, Thüringer Staatskanzlei, Erfurt I André Neumann, Oberbürgermeister der Stadt Altenburg I Bernd Wannenwetsch, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Altenburger Land

Kommunale Arbeitsgemeinschaft Altenburger Museen hat die Arbeit aufgenommen

Mit dem Lindenau-Museum Altenburg, demSchloss-und Spielkartenmuseum, dem Naturkundemuseum Mauritianum sowie dem Landestheater Altenburg herrscht auf und um den Schlossberg der Skatstadt Altenburg eine Dichte an Kultureinrichtungen, die ihresgleichen sucht. Durch die Kommunale Arbeitsgemeinschaft „Altenburger Museen“ wird das Lindenau-Museum am Fuße des Schlossberges enger mit dem Residenzschloss und den anderen vom Schloss-und Kulturbetrieb betreuten Einrichtungen verknüpft.

Die Synergieeffekte, die sich aus dem Zusammenschluss der beiden Häuser ergeben, sollen zum einen zu einer stärkeren Außenwirkung führen, zum anderen kann so an einem gemeinsamen Entwicklungsplan für die Zukunft des Schlossberges gearbeitet werden. Für die Leitung und konzeptionelle Ausrichtung der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Altenburger Museen ist künftig Dr. Roland Krischke als „Direktor der Altenburger Museen“ verantwortlich.

Dr. Roland Krischke freut sich auf die neue Zusammenarbeit: „Für Altenburg ist die Gründung der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft ein wichtiger Schritt, um den Kunst-und Kulturstandort Altenburg nachhaltig zu stärken. Von der engeren Kooperation werden beide Häuser profitieren. Künftige Vorhaben zur Entwicklung des Schlossberges als kulturelles Aushängeschild über die Region hinaus, können fortan vereint angepacktwerden.“

Von herausragender Bedeutung für die Entwicklung des Schlossberges wird die Sanierung und Modernisierung des Lindenau-Museums sowie der Bezug des Herzoglichen Marstalls in einigen Jahren sein.

Ort: Lindenau-Museum Altenburg, Kunstgasse 1

Kunst im Zentrum!

Nach über sieben Monate andauernden Umzugs- und Aufbauarbeiten hat das Lindenau-Museum Altenburg sein Interim in der Kunstgasse 1 eröffnet. Im Zentrum Altenburgs wird in einer neuen Dauerausstellung ein Querschnitt der außergewöhnlichen Sammlung des Museums präsentiert. Vor dem Schaudepot können Besucherinnen und Besucher die Abgüsse antiker Meisterwerke bewundern.

Das Lindenau-Museum Altenburg hat seine neuen Räumlichkeiten in der Kunstgasse 1, zwischen Markt und Kleinem Teich bezogen. Athene, die als antike Göttin der Kunst und Strategie, wird die Besucher fortan im Foyer des Gebäudekomplexes begrüßen. Ihr Blick richtet sich auf das Schaudepot, in dem die Gipsabgüsse des Lindenau-Museums ihren Platz gefunden haben. Dicht an dicht aufgestellt bieten die Kopien von Meisterwerken der Plastik aus Antike und Renaissance für die Kenner des Lindenau-Museums einen ungewohnten Anblick.

Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich die neue Dauerausstellung. Auf etwa 200 Quadratmetern Fläche zeigt das Lindenau-Museum mit etwa 70 Ausstellungsstücken einen Querschnitt seiner außergewöhnlichen Sammlung. Sie ist ganz auf die Vermittlungsarbeit des Museums ausgerichtet, auf die in den Jahren des Interims das Hauptaugenmerk des Museums gerichtet ist. Anhand der ausgestellten Exponate kann die Kunstgeschichte von der Antike bis zur zeitgenössischen Kunst erzählt werden.

Mit dem Lindenau-Museum in der Kunstgasse 1 wird ein zuvor weitgehend ungenutztes Areal in der Mitte Altenburgs wiederbelebt. Nach der Schließung des „alten“ Lindenau-Museums an der Gabelentzstraße und den Corona-bedingten Einschränkungen im Kunst- und Kulturbetrieb kann nun wieder originale Kunst in der Stadt betrachtet werden. Die Kunstwerke stehen im Zentrum der Museumsarbeit und sind nun auch im Zentrum der Stadt angekommen

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, 12 bis 18 Uhr
Eintritt frei

Ort: Lindenau-Museum Altenburg, Kunstgasse 1

Lindenau-Museum ist seit 2. Januar 2020 wegen Sanierung geschlossen

Lindenau-Museum Altenburg, Foto: Jürgen Pietsch

Dank großzügiger Förderung der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Thüringen kann das Lindenau-Museum in den kommenden Jahren vollständig saniert und deutlich erweitert werden. Zu diesem Zweck ist das Haus an der Gabelentzstraße für die kommenden Jahre geschlossen. Am 14. Juli eröffnet das Museum in der „Kunstgasse 1“ in Altenburg sein Interimsquartier in der Nähe des Marktplatzes.

Das Lindenau-Museum, das dank seiner einzigartigen Sammlungen zu den national bedeutenden Kultureinrichtungen in den neuen Ländern gehört, wird grundlegend saniert, modernisiert und erweitert. Ziel der Maßnahme ist die Herstellung der Barrierefreiheit, aber auch die Einrichtung zeitgemäßer sanitärer Anlagen, eines großzügigen Kassen- und Shopbereichs und die Erweiterung der Ausstellungsflächen. Außerdem soll die Kunstschule des Museums mehr Platz erhalten

Um die dafür notwendigen Flächen zu erhalten, werden wesentliche Funktionsbereiche des Museums, die bisher alle unter einem Dach untergebracht waren, ausgelagert. Depots, Werkstätten, Büros und die Grafische Sammlung werden im nahe gelegenen Herzoglichen Marstall untergebracht, der dafür ebenfalls saniert werden wird.

Nach der Neueröffnung des Lindenau-Museums an der Gabelentzstraße bleiben Depots, Werkstätten und Büros bis zur Fertigstellung des Marstalls im Interim „Kunstgasse 1“.

Grundsätzlich sind diese Pläne bereits in der Neukonzeption des „Lindenau-Museums“ mit dem Titel „Der Leuchtturm an der Blauen Flut – Das neue Lindenau-Museum und die Altenburger Trümpfe“, die auch die Grundlage für die Förderung von Bund und Land war, skizziert worden.

Die Sanierungsarbeiten für das neue Lindenau-Museum beginnen wie geplant im Laufe des Jahres 2020. Das Gebäude wird nach den Vorstellungen der Museumsmacher trotz neuester Technik und der Herstellung der Barrierefreiheit seinen alten Charme behalten. Besondere Ausstellungsbereiche, für die das Museum weithin bekannt ist, wie die Abguss-Sammlung mit ihrem Café wird es auch in Zukunft geben. Neu wird ein Ausstellungsbereich sein, der über den Museumsgründer Bernhard August von Lindenau (1776-1854) informiert. Es wird außerdem noch mehr Wert als bisher auf Vermittlung gelegt werden, um den Museumsbesuch auch für Familien und junge Menschen attraktiv zu machen.