Aktuelle Ausstellungen - Lindenau-Museum Altenburg
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Mitglied der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK), einem Verband der national bedeutsamen Kultureinrichtungen im Osten Deutschlands

Sonderausstellung

24. April bis 28. August 2016
"Ein ebenso schöner, wie geistreicher Mann..." - Bernhard August von Lindenau im Dienste der Wettiner

Veit Meyer (tätig um 1850): Bernhard August von Lindenau, um 1845/50.
Was wären Fürsten und ihre Länder ohne kluge, weitsichtige Staatsmänner? Einer der wichtigsten dieser „Diener der Macht“ im 19. Jahrhundert war der in Altenburg geborene Bernhard August von Lindenau (1779–1854). 1798 trat der junge Adelige in den Staatsdienst des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg ein. Noch unter Herzog Ernst II. begann er als Astronom auf der Gothaer Sternwarte zu arbeiten. Das gute europäische Netzwerk Lindenaus wollte Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach nutzen und sandte den Altenburger 1814 zu Friedensverhandlungen nach Paris. Unter dem verschwenderischen Herzog August kam Lindenau in Gotha die Aufgabe zu, die desolaten Finanzen zu ordnen. Für den kranken Herzog Friedrich IV. leitete er die Regierungsgeschäfte. Die Gothaer nannten ihn in dieser Zeit liebevoll Herzog Bernhard. Ab 1827 in Diensten der sächsischen Könige avancierte Lindenau schnell zum ersten Minister. Altenburg verdankt ihm vor allem eine Kunstsammlung von internationaler Bedeutung. Der Museumsbau, der diese Sammlungen heute beherbergt, entstand vor 140 Jahren nach Plänen des Semper-Schülers Julius Robert Enger (1813–1873). Zeichnungen des Berliner Künstler Matthias Beckmann, die 2014/15 im Lindenau-Museum entstanden, schlagen den Bogen in die Gegenwart.
Die Exposition will die Landesausstellung, die unter dem Titel „Die Ernestiner. Eine Dynastie prägt Europa“ in Weimar und Gotha stattfindet, ergänzen und begleiten. Sie wird in Kooperation mit dem Thüringischen Staatsarchiv Altenburg realisiert.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.