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Mitglied der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK), einem Verband der national bedeutsamen Kultureinrichtungen im Osten Deutschlands

2. April bis 2. Juli 2017
Palmyra - Zerstörte Erinnerung

Palmyra - Zerstoerte Erinnerung

Durch die Morde und Zerstörungen des sogenannten „Islamischen Staates“ hat die syrische Ruinenstätte Palmyra 2015 traurige Berühmtheit erlangt. Große Teile dieses UNESCO Welterbes sind verloren. Palmyra ist auf diese Weise zu einem Symbol geworden, das unablässig die Frage nach den Fundamenten und der Zerbrechlichkeit kultureller Identität stellt.

Die antike Oasenstadt Palmyra war in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten ein wichtiges Handelszentrum. Dank ihrer verkehrsgünstigen Lage an der Seidenstraße fungierte die Stadt als Umschlagplatz wertvoller Güter aus dem arabischen Raum. Am Schnittpunkt zwischen Rom und dem Partherreich entwickelte sich eine ganz eigene palmyrenische Kultur mit besonderer Religion, Sprache und Architektur.

Seit dem 18. Jahrhundert dokumentierten Reisende wie Robert Wood (1716/17–1771) oder Léon de Laborde (1807–1869) detailgetreu den Zustand der Ruinenstätte. Woods aufwendiges Tafelwerk „The Ruins of Palmyra“ (1753/57) beeinflusste die Gestaltung der Bauten im Wörlitzer Park oder des Stadtschlosses von Weimar.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das von Dieter Cöllen geschaffene Korkmodell des 2015 gesprengten Bel-Tempels. Gezeigt werden aber auch Reste antiker Grabmonumente, Ansichten Palmyras aus den Werken von Wood und Laborde, Zeugnisse des neuzeitlichen Tourismus und Fotografien der zerstörten Stätten von dem Fotoreporter Joseph Eid.

Faltblatt mit Begleitprogramm
19. März bis 9. Juli 2017
Im Chaos unserer Zeit
Menschen im Werk von Conrad Felixmüller

Conrad Felixmueller - Menschen ueber der Welt
Conrad Felixmüller (1897–1977) war einer der schärfsten Beobachter im 20. Jahrhundert. Wie kaum ein Zweiter rückte der Dresdner Künstler den Menschen in den Mittelpunkt seines vielfältigen Schaffens. Vom Krieg gebrochene Soldaten, Arbeiter in ihren Fabriken, eng aneinandergeschmiegte Liebespaare: Selten kommt der Betrachter dem Glück, Leid und Alltag der Menschen so nahe wie auf Felixmüllers Bildern. Daneben stehen ausdrucksvolle Porträts seiner Familie und seiner Künstlerfreunde.

Felixmüller galt als Wunderkind. Beeinflusst von den „Brücke“-Malern und dem Kubismus prägte der politisch engagierte Künstler in den 1920er Jahren den Stil der Neuen Sachlichkeit. Während der Diktatur der Nationalsozialisten waren seine Werke verschmäht, doch konnte sich Felixmüller mit Hilfe von Sammlern wie dem späteren Direktor des Lindenau-Museums, Hanns-Conon von der Gabelentz, über Wasser halten. Ihm ist es auch zu verdanken, dass der Künstler nach dem Krieg wieder Beachtung fand und ein immenses Spätwerk hinterlassen konnte.

Das Oeuvre Conrad Felixmüllers bildet einen Sammlungsschwerpunkt des Lindenau-Museums. Herausragende Gemälde aus dem Frühwerk werden nun erstmals seit 20 Jahren zusammen mit Zeichnungen, Grafiken und Werken aus der Sammlung Gabelentz in Altenburg gezeigt. Im Zentrum der Bilder steht der zweifelnde, hoffende, an sein Leben sich klammernde Mensch.

Die Ausstellung steht im Andenken an Hanns-Conon von der Gabelentz (1892–1977), dessen Geburtstag sich am 10. November 2017 zum 125. Male jährt. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte er das Lindenau-Museum Altenburg bis 1969 als Direktor in unruhigen Zeiten mit Umsicht einer besseren Zukunft entgegen.

Faltblatt mit Begleitprogramm